Werke von Jakob Lang illustrieren die 60 Konzertprogrammhefte der diesjährigen Salzburger Festspiele – insgesamt 120 Arbeiten aus sieben Werkserien begleiten das Leitmotiv „Glaube und Licht“.
Eine besondere Auszeichnung erfährt der freischaffende Künstler Jakob Lang aus Freilassing, mit Atelier in Oberteisendorf: Seine Werke werden in diesem Jahr die Programmhefte der Konzertreihe der Salzburger Festspiele illustrieren.
Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Olivier Messiaen, geprägt von theologischer Tiefe, Naturbeobachtung und rhythmischer Komplexität, eine Hommage an den Jahrhundertkomponisten György Kurtág, Mahlers „Auferstehungs-Sinfonie“, Verdis Requiem sowie Werke von Johannes Brahms. Sie alle greifen Themen wie Glaube, Hoffnung, Tod, Auferstehung und Licht auf.
Dass die Wahl auf Jakob Lang fiel, ist kein Zufall. Seine Kunst kreist seit vielen Jahren um die Themen Glaube, Schöpfung, Licht und Mensch und fügt sich damit auf besondere Weise in das künstlerische Konzept der Konzertreihe ein. Werke wie „Mörgenröte“, „Ewige Hoffnung“, „Friede“, „Erschaffen“, „Genesis I“ oder „Heiland“ bringen diesen Gedanken eindrucksvoll zum Ausdruck und können das Musikerlebnis intensivieren.
So wie das Konzertprogramm eine Fülle intensiver Klangfarben malt, unterstreicht die Betrachtung der Bilder die Themen Glaube, Licht und Hoffnung, die Musik und Malerei auf eindrucksvolle Weise miteinander verbinden.
Insgesamt werden 120 Arbeiten von Jakob Lang in den 60 Konzertprogrammheften zu sehen sein. Sie stammen unter anderem aus den Serien „Rhythm“, die bereits in jungen Jahren entstand, den inzwischen bekannten Werkreihen „Gold“ und „Japangold“, sowie aus der neuen Serie „Trinity“, die im Rahmen der Salzburger Festspiele erstmals veröffentlicht wird. Dabei handelt es sich um eine poetische Fotoserie mit teilweise eigens auf die Festspiele abgestimmten Motiven. Je nach Konzert liegt die Auflage der Programmhefte zwischen rund 300 und 3.000 Exemplaren.
Mit seinen Werken befindet sich Jakob Lang bei den Salzburger Festspielen in illustrer Gesellschaft. Für das bereits im vergangenen November erschienene Hauptprogrammheft wurden zwanzig Tuschezeichnungen von Andy Warhol ausgewählt. Die in den 50er bis 80er Jahre entstandenen Arbeiten spiegeln die Inhalte der verschiedenen Kunstgattungen – Oper, Schauspiel und Konzert – wider.
Die Salzburger Festspiele arbeiten seit vielen Jahren bei der Gestaltung ihrer Programmhefte mit bedeutenden zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Bereits 1955 prägte Oskar Kokoschka mit Bühnenbild, Kostümen und Plakatkunst das Erscheinungsbild der Festspiele. Es folgten Künstlerpersönlichkeiten wie Anselm Kiefer, Robert Wilson, Jörg Immendorff, Eva Schlegel und Martha Jungwirth. Nun reiht sich auch Jakob Lang, ein Künstler aus unserer Heimat, in diese namhafte Reihe ein.
Unter eines seiner Werke schrieb Jakob Lang einmal den Satz: „Gott muss verliebt gewesen sein und auch ein bisschen an das Paradies gedacht haben, als er das Berchtesgadener Land gemacht hat.“ „Und auch Salzburg“, könnte man mit Blick auf die diesjährigen Festspiele ergänzen.
(Auszug aus Presseartikel von Monika Konnert)
