Dia-Sec, Lines, Art, Kunstwerk, Popart, Photo, Digitalkunst, Modern, Kunstdruck, Print, Graphic, Deutschland, Artwork, Fine Art - Pop Art, Galerie
Im Auge der Geschichte, Dia-Sec gefräst mit Rückseitenrahmen, Wand - oder Deckengemälde, 2014, 200 x 75 x 2,8 cm
Dia-Sec, Lines, Art, Kunstwerk, Popart, Photo, Digitalkunst, Modern, Kunstdruck, Print, Graphic, Deutschland, Artwork, Fine Art - Pop Art, Galerie
Im Auge der Geschichte, Dia-Sec gefräst mit Rückseitenrahmen, Wand - oder Deckengemälde, 2014, 200 x 75 x 2,8 cm
Dia-Sec, Lines, Art, Kunstwerk, Popart, Photo, Digitalkunst, Modern, Kunstdruck, Print, Graphic, Deutschland, Artwork, Fine Art - Pop Art, Galerie
Im Auge der Geschichte, Dia-Sec gefräst mit Rückseitenrahmen, Wand - oder Deckengemälde, 2014, 200 x 75 x 2,8 cm

Im Auge der Geschichte, Wand oder Deckengemälde, Direktdruck hinter Acrylglas, Dia-Sec, 200 x 75 x 2,8 cm, 2014

Dieses Werk vereint in seiner Bildwirkung zugleich Ruhe und Geschwindigkeit, Bekanntes und Neues, Vergangenheit und Zukunft, viele Werke und ein Werk – der Künstler liebt es, sein ganzheitliches Empfinden zu verschiedenen Themen in einem Werk zu verdichten. Seine Inspiration zieht er als aktiver Christ dabei unter anderem aus dem Bewusstsein heraus, selbst Teil der Schöpfung, ja ein Gedanke eines persönlichen Schöpfers zu sein. „Gottes Hauptberuf ist wohl Künstler – Schöpfer“, so Jakob Lang.

Kunst und Architektur europäischer Kathedralen sowie der Umgang mit Licht und Materialien im Laufe der Kirchengeschichte veranlassten den Künstler zu diesem eigenständigen Werk, das 22 Wand- und Deckengemälde des in der Region geborenen Kirchenmalers Johann Michael Rottmayr (1654-1730) in ein abstraktes Auge bannt. Dank einer Einladung im Jahr 2014 zu einer Jubiläumsausstellung im Rottmayr-Gymnasium Laufen wurden frühere digitale Entwürfe aus dem Jahr 2008 neu belebt und in modifizierter Form zur Umsetzung gebracht.

Jakob Lang schafft durch moderne Technik eine Art Gesamtschau der 22 Werke in zeitgenössischer Form. Dabei behalten diese Werke ihren Inhalt, werden gequetscht, in Pixel zerlegt und in 0,5 Zentimeter breiten Linien in einer prägnanten Hauptfarbe dargestellt. All dies ist Ausdruck der Tatsache, dass die Bilder jener Epoche durch die Entwicklung der Kunst nicht unwichtig geworden sind, sondern der Künstler auf ihnen aufbaut und neue Wege findet, Kirchen mit bildhaftem Gedankengut zu schmücken.

Wand- und Deckengemälde wurden, historisch gesehen, oft mit Stuck umrahmt und neben Marmor in ein gestalterisches Gesamtkonzept eingebaut. Jakob Lang wählt als Form für seine Neuinterpretation ein Oval, ein modern anmutendes „Auge“, innen weiß in Anlehnung an Stuck, außen die fotografische Abbildung einer Marmorplatte.

Mit diesem Werk will der Künstler ganz bewusst Kunst „im Auge der Geschichte“ schaffen, die damals wie heute unserer Sehnsucht nach Ruhe, Beständigkeit und Lebensqualität Ausdruck verleiht, eine Kunst, die auf viel Gutes aus der Vergangenheit zurückgreift und es mit unseren eigenen Visionen und Hoffnungen auflädt.